Lukas Geniušas

Lukas Geniušas, 2020

Lukas Geniušas (* 1. Juli 1990 in Moskau, Sowjetunion) ist ein litauisch-russischer Pianist.

Leben

Geniušas lernte seit dem fünften Lebensjahr Klavierspiel und trat 1996 in die Moskauer Frédéric-Chopin-Hochschule für Musikaufführungen ein. Am Moskauer Konservatorium studierte er Piano bei Wera Wassiljewna Gornostajewa. 2004 erhielt er ein Stipendium der Mstislaw-Leopoldowitsch-Rostropowitsch-Stiftung. Seit 1996 tritt er international mit verschiedenen Orchestern auf und gibt Solokonzerte.

Tschaikowski-Wettbewerb

Lukas Geniušas gewann 2015 beim 15. Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb den zweiten Platz.[1] Er spielte in der zweiten Runde Etüden von Chopin[2] (Op. 10, Nr. 3–6), die erste Sonate, Op. 1 von Brahms und die siebte Sonate, Op. 83 von Prokofiew. Im Finale spielte er als einziger Teilnehmer das zweite Klavierkonzert von Tschaikowski.[3] Als zweites Konzert spielte er das dritte Klavierkonzert von Rachmaninow.[3]

Familie

Geniušas Vater ist der litauische Pianist Petras Geniušas, seine Mutter Ksenija Knorre ist Professorin am Moskauer Konservatorium. Seine Großmutter war die russische Pianistin Wera Wassiljewna Gornostajewa.

Ehrungen und Auszeichnungen

  • 2003: 1. Preis beim Ersten Pianowettbewerb der Zentralen Musikschule in Moskau.
  • 2005: 2. Preis in der Gina Bachauer International Piano Competition, Young Artists, Salt Lake City, Utah, USA.
  • 2009: 1. Preis Internationaler Piano-Wettbewerb Musica della Val Tidone, Pianello Val Tidone, Provinz Piacenza, Italien.
  • 2010: 1. Preis Gina Bachauer International Piano Competition, Salt Lake City, Utah, USA.[4]
  • 2010: 2. Preis Internationaler Chopin-Wettbewerb, Warschau, Polen.
  • 2012: 1. Preis Internationaler Deutscher Pianistenpreis, Frankfurt am Main.
  • 2015: 2. Preis zusammen mit George Li Tschaikowski-Wettbewerb, Moskau, Russische Föderation.

Weblinks

Commons: Lukas Geniušas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Homepage des Pianisten
  • Biographie des Pianisten

Einzelnachweise

  1. Lukas Geniušas – concert pianist. Auf Geniusas.com (englisch), abgerufen am 30. September 2020.
    Lukas Geniušas, piano. Lebenslauf als (PDF; 168 kB) (englisch), auf Geniusas.com (englisch), abgerufen am 30. September 2020.
  2. Lukas Geniušas plays Frederic Chopin – Part 1 (Audio video). 15. Oktober 2014, Länge 1:16:30. Auf YouTube.com (englisch), abgerufen am 30. September 2020.
  3. a b Tchaikovsky 2015 Piano Final HD Lukas Geniusas Tchaikovsky, Rachmaninov. 22. August 2015, Länge 1:29:39. Auf YouTube.com (englisch), abgerufen am 30. September 2020.
  4. Zitat: “Lukas has had big, big success all over, and he's considered one of the most promising young pianists in Europe.” (deutsch: „Lukas hat überall große Erfolge erzielt und gilt als einer der vielversprechendsten jungen Pianisten in Europa.“) In: Deseret News Salt Lake City, Juni 2010. Auf MusicPerformers.lt (englisch), abgerufen am 30. September 2020.
Normdaten (Person): GND: 1279901470 (lobid, OGND, AKS) | LCCN: no2011179105 | VIAF: 209914291 | Wikipedia-Personensuche
Personendaten
NAME Geniušas, Lukas
ALTERNATIVNAMEN Geniusas, Lukas
KURZBESCHREIBUNG litauisch-russischer Pianist
GEBURTSDATUM 1. Juli 1990
GEBURTSORT Moskau, Sowjetunion