Seascape: Folkestone

Seascape: Folkestone
William Turner, 1845
Öl auf Leinwand
88,3 × 117,5 cm
Privatsammlung

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Seascape: Folkestone ist ein Gemälde von William Turner, das um 1845 entstanden ist. Dargestellt ist ein dunstiger Morgen in glitzerndem Sonnenlicht an der Küste bei Folkestone.

Das Bild wurde am 6. Juli 1984 bei Sotheby’s in New York für $ 10.023.200 verkauft und erzielte damit vor Juliet and Her Nurse den höchsten Preis, der bis dahin für ein Turner-Bild gezahlt worden war.

Das Bild war eins der letzten und teuersten Werke der Sammlung des britischen Kunsthistorikers Kenneth Clark, die nach dessen Tod von den Erben versteigert worden sind. Clark hatte das Bild 1951 von D. J. Moltene, einem Enkel des Schiffseigners Sir Donald Currie (1903–1983) erworben. Currie war einer der verlässlichsten und bedeutendsten Mäzene Turners und Sammler seiner Gemälde und Aquarelle.

Von Turner ist ein Skizzenbuch von 1845 erhalten, in denen er Eindrücke der Küstenlandschaft von Folkestone in 24 Aquarellskizzen festgehalten hat, und das heute in der Tate Gallery aufbewahrt wird.[1] David Hockney sagt zu diesen Skizzen: „Ich glaube nicht, das Turner an landschaftlicher Topographie interessiert war. Er benutzte keine mechanischen Hilfsmittel […] um eine Landschaft zu konstruieren. Das bedeutet, er konnte auf die Welt in jeder beliebigen Weise schauen. Er war mehr an Atmosphäre interessiert – an einem wundervoll dunstigen Morgen mit seinem Sonnenlicht und seinen Schatten.“[2] Die Bemerkung Hockneys – „ein wundervoll dunstiger Morgen mit seinem Sonnenlicht und seinen Schatten“– ist eine treffende Beschreibung von Seascape: Folkestone.

Weblinks

  • Turner Painting to Be Auctioned The New York Times. 14. März 1984.
  • R. W. Apple: Auctions. Turner brings $10 million. The New York Times. 6. Juli 1984.
  • Getty's Turner Seascape Is Making Waves: Art: The sale by a British college has generated a debate in art circles about the wisdom of allowing such masterpieces to leave the country. Los Angeles Times. 24. Februar 1993.

Anmerkungen und Einzelnachweise

  1. J.M.W. Turner: Sketchbooks, Drawings and Watercolours abgerufen am 9. August 2015
  2. I don’t think that Turner was interested in the topographical landscape. He was not interested in using any mechanical devices ... to construct the landscape. So this meant he could look at the world in any kind of way. He was more interested in atmosphere – in a beautiful misty morning with its sunlight and shadows. Zitiert nach Hockney on Turner Watercolours. Exhib. Catalogue. Tate Britain, London 2007. S. 11.